Das Spiel - Klassifikation
Klassifikationsversuche unterschiedlicher Autoren
Nachfolgend werden einige der bisherigen Klassifikationsversuche dargestellt. Diese kann man spalten in Systeme die die Struktur oder Erscheinungsform erfassen und jene die das Subjekt somit den der spielt als Ausgangspunkt sehen.
Friedrich Georg Jünger teilt alle Spiele nach ihrem Entstehungsgrund ein. Seiner Auffassung nach gibt es drei Entstehungsgründe Zufall, Geschicklichkeit und Ahmung, denen er drei Spielformen zuordnet.
Dementsprechend unterscheidet er:
- Glücksspiele (Zufall),
- Geschicklichkeitsspiele (Geschicklichkeit),
- vorahmende- & nachahmende Spiele (Ahmung).
Hans Scheuerl gelangte in seiner Arbeit zu vier „Erscheinungsformen menschlichen Spiels“.
Er unterscheidet:
- Bewegungsspiele (Spieltätigkeit),
- Leistungsspiele,
- Spiele mit Darstellungscharakter und
- Spiele mit Schaffens charakter.
Die Klassifizierung von Jünger und Scheuerl sind geleitet von der Erfassung der Spielstruktur.
Die zweite Grobsystematisierung stellt den Menschen also das Subjekt in den Vordergrund. Innerhalb dieses Ordnungsmusters kann man noch eine Fülle weiterer Schwerpunkte erkennen. Bekannt geworden sind psychologische insbesondere entwicklungspsychologische Schwerpunkte, sozial- und erziehungswissenschaftlichen Schwerpunkte.
Aus diesem umfangreichen Pool an Systematisierungen wird im Folgenden eine vorgestellt, dessen Einteilung am bekanntesten im Sprachgebrauch ist.
Klaus Kube behandelt in seiner Spieldidaktik konkrete Spielformen für den Unterricht. Er charakterisiert sie als „didaktische Spielformen“.
Als Klassifikationsmerkmal dient die Häufigkeit des Auftretens im Schulalltag. Er unterscheidet:
- Lernspiel,
- Rollenspiel und
- Planspiel.
Die erkannten Spielformen untersuchte er hinsichtlich der begrifflichen Aussage und fügte sie in ein unterrichtspraktisches Konzept ein.
Weiterhin findet man Jean Piagets Einteilung oft als Grundlage für die Einteilung von Kinderspielen.
Auszuweisen bleibt das es zahlreiche Klassifikationsversuche gab und es dementsprechend eine Fülle von Möglichkeiten zur Einteilung von Spielen gibt.