Home
News
Das Spiel
Spieletheorien
Definitionen
Klassifikation
Spielen und Lernen
Spielend lernen
Workshop
Kontakt
Impressum
Sitemap

Das Spiel - Spieletheorien

Resümee zu den Spieltheorien

Wie dargestellt wurde, ist das Phänomen Spiel im Laufe der Zeit aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet worden. Deshalb werden im Sinne der Übersichtlichkeit noch einmal die wichtigsten Thesen zusammengefasst.

Platon (griechisch Πλάτων; lateinisiert Plato; eigentlich Aristokles, griechisch Αριστοκλής)

Schon Plato erkannte dass im Spiel Normen und Werte der Gesellschaft vermittelt werden also den Sozialisationseffekt, Aristoteles hingegen sah im Spiel die Erholungsfunktion. Quintilian sah im Spiel die Möglichkeit der Erziehung.

In der Epoche der Aufklärung erkannte man im Spiel den diagnostischen Charakter, so sollten die Erwachsenen im Spiel der Kinder Neigungen und Anlagen entdecken können. Auch die Gedanken der Antiken Betrachtungen wurden aufgegriffen, Spiel diente somit der Erholung und der Erziehung.

Zur Zeit der Klassik und Romantik erweiterte man den Begriff Spiel philosophisch, der Begriff Spieltrieb wurde akzentuiert und dem Spiel wurde eine Vermittlerrolle zugeschrieben.

In den Theorien des 19. Jahrhunderts wurde das Spiel wieder aus Sicht der Einzelfunktionen betrachtet. Spiel hat eine Erholungs- und Regulativfunktion, diente der Triebbefriedigung und Selbstregulierung und hatte einen Einübungscharakter.

Noch facettenreicher stellt sich das Spiel in den neueren Theorien dar.

Aus Sicht der psychologischen Ansätze hat Spiel eine Vermittlerrolle zwischen Bewussten und Unbewussten, es bietet die Möglichkeit Eindrücke und Konflikte zu verarbeiten. Des Weiterem dient Spiel dem Entwicklungsprozess des Kindes. Es hat eine biologische und kognitive Funktion. Herausgestellt wird der motivat orische Charakter des Spiels, das dem lustvollen Erleben von Spiel zugerechnet wird. In den phänomenlogischen Ansätzen wurde das Spiel als Urphänomen betrachtet, Scheuerl definierte Wesensmerkmale.

Die sozialisationstheoretischen Ansätze sehen Spiel als Möglichkeit des sozialen Lernens. Mit der Erwerbung von Spielfähigkeit erwirbt man auch die Möglichkeit des Rollenhandelns.

© SPIELEND SPIELEN 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung