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Spielend lernen

Motivation

Die Freiwilligkeit der Teilnahme ist für das Spiel unentbehrlich, denn niemand kann zum Spiel gezwungen werden. Angst, Hemmungen, Vorurteile und Befangenheit führen dazu, dass Spiel entweder gar nicht stattfindet oder schnell endet. Dies gilt ebenso für die intrinsische Motivation, die durch diese Faktoren zerstört würde. Daraus kann man die erste Erfolgsvariable für einen erfolgreichen Spieleinsatz ableiten. Das bedeutet, der Spielleiter muss so informieren und aktivieren, dass die Spielbereitschaft möglichst hoch und somit die Freiwilligkeit und Motivation gegeben ist.

Besonders wichtig, dabei ist die Startphase. Gerade hier gilt es die Teilnehmer zu sensibilisieren und mögliche Hemmungen, Ängste und Vorurteile abzubauen.

Die Anfangssituation ist geprägt von Stress, denn die Teilnehmer beschäftigen sich mit Fragen wie:

  • Bin ich den anderen Teilnehmern sympathisch?
  • Was erwartet mich?
  • Was wird von mir erwartet?
  • Was ist das für eine sinnlose Spielerei?

Ziel ist es folglich diese Vorurteile durch teilnehmergerechte Informationen abzubauen, um somit die Freiwilligkeit zu schaffen.

Gerade wenn durch gezielte Information Neugier geschaffen wurde, fällt es auch spielungewohnten Zielgruppen leichter sich auf das Spiel einzulassen.

Jedes Spiel in der beruflichen Bildung verfolgt einen Zweck. Durch gezielte Information sollte es dem Teilnehmer möglich sein den thematischen Zusammenhang zu erkennen. Dadurch können Barrieren gegenüber dem Spiel abgebaut werden und die Akzeptanz steigt.

Besteht auch nach gezielter Information, Angst bei einzelnen Teilnehmern sollte niemand zum Spiel gezwungen werden. Es sollte immer die Möglichkeit geben als Beobachter zu fungieren. Denn der Zwang zum Spiel würde die Spielfähigkeit zerstören.

Ein weiterer Erfolgsfaktor im Sinne der Freiwilligkeit und Motivation liegt in der Ausgestaltung des gesamten Trainings somit der Gestaltung einer Rahmenhandlung. Diese sollte so gestaltet sein, dass sie interessant und reizvoll ist. Daraus ergeben sich nachfolgende Anforderungen. Die Struktur sollte variabel, nachvollziehbar und übersichtlich sein. Die Teilnehmer müssen erkennen, wo die Andockstellen an vorhandene Kenntnisse sind und welchen Nutzen das Spiel hat. Erst dann werden sie sich dem Spiel öffnen.

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