Spielen & lernen
Spielen und Lernen in einen Atemzug zu nennen scheint unangemessen. Spielen ist zweckfrei, macht Spaß und geschieht freiwillig. Lernen ist notwendig, macht meist keinen Spaß und es gibt die Schulpflicht. Das sind die Assoziationen an die sich jeder Erwachsene erinnert.
Über das Verhältnis von Spiel und Lernen findet man kaum Hinweise in der Lehr- und Lernforschung, behandelt wird dieser Aspekt meist in der Spielpädagogik. Kluge sieht die Ursache darin, dass es noch keine einheitliche Auffassung über beide Begriffe gibt. Er erkennt zwar Ansätzen Manuskripten, die das Begriffspaar umreißen, er warnt aber davor die Begriffe voneinander auszuschließen beziehungsweise gleichzusetzen.
Andere Autoren sehen das anders. Baer schreibt: „Es gibt keine bessere Lernform als das Spiel". Spiel ist für ihn geprägt von aktiver, neugieriger Haltung, schöpferisch wird Neues erfunden, Erfahrungen können angstfrei gemacht werden, dies sieht er als das beste Lernklima.
Walter Twellmann stellt in seiner Arbeit eine Beziehung zwischen Spielen und Lernen her. Er charakterisiert das Verhältnis der Spiel- und Lernprozesse zueinander.