Spielen & lernen
Spielfähigkeit
Sara Smilansky stellte in ihren Studien fest, dass die Spielfähigkeit selbst elementar ist. Sie erkannte in ihren Studien, dass ohne eine altersgemäße Spielfähigkeit kein Einsatz von Rollenspiel möglich ist. Die Schlussfolgerung daraus ist das man Spielfähigkeit erlernen muss. Zu diesem Zweck fügte Smilansky dann ein Teilziel, die Vermittlung der Fähigkeit zum Rollenspiel, in ihre Studie ein.
Kluge schreibt dazu: „Zunächst einmal muss Spielen wie fast alle menschlichen Verhaltensweisen gelernt werden." In diesem Prozess gilt es Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, die differenziertes Spielverhalten ermöglichen in Bezug auf unterschiedliche Spielformen. Weiterhin ist es erforderlich sich auf die jeweilige Spielstruktur einzulassen und notwendige Strategien zu entwickeln.
Ein ähnliches Argument findet man bei Walter Twellmann sein erstes Charakteristika von Spiel- und Lernprozess ist: „Man muss etwas lernen, um spielen zu können". Daraus folgt jeder der spielen möchte, muss bereit sein zu lernen. Ohne erlernte Spielfähigkeit wird er nicht spielen können weder mit sich selber noch mit anderen. Lernziele, die der Spielfähigkeit zugeordnet werden können, ist der Umgang mit Spielmaterial, Spielraum und der Spielregeln. Je intensiver diese Kenntnisse sind desto besser kann gespielt werden.
Twellmann stellt damit die Rolle des Spielleiters bzw. Erziehers heraus. Jeder der spielen möchte, braucht Anleitung um das Spielen zu erlernen, genau diese liegt in der Verantwortung des Spielleiters.
Der Spieler muss Art und Umfang der Spielräume kennen und diesen anerkennen. Dies gilt sowohl für das Kleinkind, für den Schüler oder den Erwachsenen. Eine mangelnde bzw. fehlende Bereitschaft einen Spielraum zu akzeptieren, das heißt Gegebenheiten wahrzunehmen und zu berücksichtigen, können Spiele verhindern.
Ein weiteres Kriterium ist die Kenntnis des Spielmaterials. Dabei sind unter Spielmaterial nicht nur Gegenstände zu sehen sondern auch Informationen. So kann auch eine fehlende Vorbereitung zum Beispiel auf eine Rolle Unkenntnis des Spielmaterials bedeuten. Fehlende Kenntnis über die Möglichkeiten des Spielmaterials kann Spiel verhindern bzw. führt zu einem schnellen Ende.
Ein weiterer und wichtigster Erfolgsfaktor für das Spiel ist das beherrschen von Spielregeln. Das bedeutet, die Spielregeln müssen bekannt sein und es muss die Bereitschaft bestehen sie einzuhalten. Die Grundlagen dafür werden bereits im Kinder und Jugendalter beim Spielen gelegt. Auch hier ist die Rolle des Spielleiters herauszustellen, diese müssen klare Regeln vorgeben, sodass das Spiel auch eine nötige Transparenz bekommt.