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Workshop

Baustein - Reaktionsfähigkeit in schwierigen Situationen

Ziel des Bausteins ist das Erleben und Erfahren von schwierigen Situationen mittels eines Rollenspiels. Dabei sollen die Teilnehmer eigene Strategien erarbeiten und somit handlungsfähig werden. Weiterhin sollen die Teilnehmer für den zweiten Seminartag mit dem Spiel „Der begossene Pudel“ aktiviert werden.

Mit Beginn des neuen Workshoptags müssen die Teilnehmer wieder in die Quasi-Realität des Spiels eingeführt werden. Dazu bittet der Spielleiter alle Teilnehmer zu einem Rundgang durch den Spielraum. Dabei bittet er sie den spannendsten Moment, vom gestrigen Tag zu schildern. Durch diese Schilderungen tauchen die Teilnehmer wieder in den Spielraum ein.

Nach dieser sanften Einstiegsphase fragt der Brückenbaumeister die Teilnehmer ob sie eine Lösung für das Rätsel gefunden haben.

Im Anschluss daran bietet der Brückenbaumeister wieder ein Brückenteil an.

Er baut schon lange Brücken und das belastet seinen Körper sehr, deswegen muss er immer zum Frühsport. Wenn die Teilnehmer ihn dabei unterstützen bezahlt er sie mit einem weiteren Brückenteil.

Spielanleitung - „Der begossene Pudel“

Danke für eure Unterstützung, in der Gruppe macht Sport mehr Spaß.

Stellt euch vor ihr seid ein Pudel, der aus dem Wasser kommt, und sich jetzt das Wasser aus dem Pelz schüttelt.

Dazu stellt ihr euch bequem hin, grätscht die Beine hüftbreit und lasst die Arme locker hängen. Dann schüttelt ihr ganz leicht und locker eure Hände. Jetzt steigert ihr die Schüttelei und setzt sie in den Unter- und Oberarmen fort.

Dann werdet ihr wieder langsamer, zum Schluss schüttelt ihr den linken und den rechten Fuß.

Zum Abschluss lasst ihr den Oberkörper nach vorn fallen und atmet tief ein.

Bei diesem Spiel muss der Spielleiter darauf achten das die einzelnen Sequenzen nicht länger als 30 Sekunden dauern. Da sonst die aktivierende Wirkung verloren geht.

Sollte das Spiel einigen bekannt sein, können diese Teilnehmer auch die Funktion des Ansagers übernehmen. Ist das Spiel zu vielen bekannt, sollte man es austauschen. Als Alternative würde sich hier der imaginäre Ball anbieten.

Dabei stehen die Teilnehmer im Kreis, der Spieleiter tut so also ob er den Ball wirft, und der neben ihm stehende fängt diesen. Danach wirft er ihn zum nächsten Teilnehmer. Variiert wird die Situation durch Ansagen eines neuen Gegenstandes der geworfen wird. Das kann zum Beispiel eine Feder, eine heiß Kartoffel oder eine schwere Eisenkugel sein.

Beide Spiele gehören zu den Bewegungsspielen und dienen der Aktivierung.

Damit sind sie eine gute Vorbereitung für Rollenspiele, da die Teilnehmer schon in Bewegung sind d.h. der tote Punkt des Aufstehens ist überwunden.

Nach diesem Spiel erhalten die Teilnehmer ihr Brückenteil. Dabei weißt der Brückenbaumeister daraufhin, dass bis jetzt die Brücke einfach zu bauen war.

Er bietet ihnen ein weiteres Brückenteil mit dem Verbinder, wenn sie an einer Simulation üben, mit schwierigen Situationen umzugehen. In der Anleitung wird bewusst das Wort Simulation anstatt Prüfung und üben anstatt beweisen, verwendet. Somit ist die Gefahr einer abwehrenden Haltung geringer, da es keine Situation ist, in der man versagen kann.

Das Rollenspiel „Was tun …?" ist in mehrere Spielsequenzen geteilt, die einzelne Störfaktoren in Spielsituationen beschreiben. Somit können die Teilnehmer für unterschiedliche Situationen Strategien entwickeln. Sie handeln somit in einem geschützten Raum und können die Auswirkungen ihrer Strategie erleben d.h. „Probehandeln". Dadurch können die Teilnehmer Handlungsmuster entwickeln. Dabei muss den Teilnehmern verdeutlicht werden das es kein richtig oder falsch gibt, sondern die Aufgabe darin besteht, verschiedene Strategien zu erproben. Deswegen wird auch bewusst auf Beobachter verzichtet. Die erprobten Strategien werden festgehalten, um sie in der Reflexion noch einmal zu betrachten.

Die Teilnehmer werden gebeten sich in Rollen aufzuteilen, sodass immer ein Teilnehmer die Rolle des Spielleiters übernimmt. Wer, welche Rolle übernimmt, bleibt den Teilnehmern selbst überlassen. Diese freie Wahl ist gerade in der ersten Spielsequenz wichtig um Ängste zu vermeiden. Danach wird der Teilnehmer, der die Rolle des Spielleiters übernommen hat, aus dem Spielraum gebeten. So können sich die Teilnehmer, die die Spielsituation nachspielen kurz in ihre Rolle einfinden.

Dabei muss beachtet werden, dass die Zeit zur Rollenausgestaltung nicht zu lang dauert, um den Spieler der draußen wartet nicht zu verunsichern.

Der Ablaufplan sollte für alle Teilnehmer an einem Flipchart visualisiert werden.

Um die Teilnehmer nicht mit den Eindrücken zu erschlagen, sollte nach der Hälfte der Spielsituationen eine Pause von 15 Minuten erfolgen.

Spielanleitung - „Was tun …?“

Ich biete euch ein Brückenteil, wenn ihr an meiner Simulation der schwierigen Situationen teilnehmt.

Bitte beachtet das wir „Probehandeln“, es gibt also kein richtig oder falsch.

Ich überlasse euch die Wahl, wer zuerst die Rolle des Spielleiters übernimmt. Die anderen Stellen die Spielsituation dar. Derjenige der den Spielleiter darstellt wird kurz den Raum verlassen, alle anderen haben dann Zeit sich in ihre Rolle einzufinden.

Nach jeder Situation werden wir kurz reflektieren, wie gehandelt wurde. Dann beginnen wir mit der nächsten Situation. Mit jedem Situationswechsel sollte auch ein anderer Teilnehmer die Rolle des Spielleiters übernehmen.

Nach Abschluss aller Situationen werden wir das Erlebte ausführlich reflektieren und bei Bedarf einzelne Sequenzen wiederholen.

Beispiel: Spielsituation ein Teilnehmer kommt zu spät Versetzen sie sich in eine Anfangsituation, in der sie das kennen, lernen spielerisch gestalten. Als Spiel können sie zum Beispiel das „Internationale Begrüßungsspiel" nachstellen. Ein Teilnehmer übernimmt die Rolle desjenigen der zu spät kommt.

 

Nach dem Rollenspiel muss eine ausführliche Reflexionsphase erfolgen. Diese sollte in mehrere Schwerpunkte gegliedert sein. Diese sind abhängig vom Rollenspielverhalten. Wichtig ist, dass die Teilnehmer ihre Erlebnisse und Erfahrungen schildern, ebenso wie eine ausführliche Situationsanalyse. Wenn es die Teilnehmer wünschen, können dabei auch alternative Strategien ausprobiert werden. Im Anschluss daran sollte das Spiel auf der Metawand der Seminarphasen eingeordnet werden.

Zum Abschluss erhalten die Teilnehmer ihr Brückenteil und Verbinder und können so die Brücke weiter bauen.

Damit endet der Baustein Reaktionsfähigkeit in schwierigen Situationen und die Teilnehmer erhalten je nach dem, wie intensiv und lang gespielt wurde.

15 Minuten Pause oder gehen in die Mittagspause.

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